Hähnchenmast

8 – Hähnchenmast

Fakten

  • Der Geflügelfleischverzehr beträgt pro Kopf und Jahr In Deutschland 23,3 kg (BMEL 2019)
  • Im Ammerland gibt es 7 Hähnchenmastbetriebe mit durchschnittlich 51.973  Plätzen pro Betrieb. (Agrarstrukturerhebung 2016)
  • Die Haltung von Masthähnchen und Masthühnern hat im Landkreis Ammerland von 2013 (84293 Plätze) bis 2016 (363.810 Plätze) um 431 % zugenommen.

Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Kuck

Die Familie Kuck bewirtschaftet insgesamt 120 Hektar mit 60 ha Mais, 30 ha Getreide und 30 ha Grünland. Eine 500 KW-Biogasanlage , die mit Mais und Gülle betrieben wird, liefert die Wärme für 4 Ställe mit jeweils 40.000 Plätzen, in denen Hähnchen (gemeint sind Masthähne und Masthühner) bis zu einem Schlachtgewicht von  2,5 kg (nach 40 Tagen) gemästet werden. 25 % der Tiere werden nach 30 Tagen mit 1,5 kg bereits ausgestallt, damit der vorgeschriebene Platzbedarf eingehalten werden kann. Jeder Stall kann 7,3 mal im Jahr mit neuen Küken belegt werden. Zwischen jedem Durchgang muss der Stall aufwendig gereinigt werden. Die Wirtschaftlichkeit der Hähnchenmast hängt hauptsächlich vom Gewinn ab, der deutlich unter 10 Cent pro Tier liegt.

Der Landwirt hier in Wiefelstede ist Partner von Wiesenhof. Das bedeutet, dass die Hähnchen, die hier aufgezogen werden, aus Brütereien von Wiesenhof kommen und anschließend auch in eigenen Schlachthöfen verarbeitet werden. Dank dieser Wiesenhof Herkunftsgarantie ist sichergestellt, dass die Tiere aus Deutschland kommen. Zudem wird eine  hohe Qualität und Sicherheit von den Brütereien bis zur Verarbeitung gewährleistet.

Stall Kuck
Kucks im Stall mit Tier

Und wie geht es den Hähnchen?

Die Haltung der Hähnchen erfolgt hier auf dem Hof nach den Kriterien der Initiative Tierwohl (initiative-tierwohl.de), die deutlich über den gesetzlichen Standards liegen. Grundsätzlich werden die Tiere in Bodenhaltung auf natürlicher Einstreu gehalten und haben  nach den Richtlinien der Initiative Tierwohl  10 % mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben. 35 kg Lebendgewicht pro qm nutzbarer Stallfläche dürfen nicht überschritten werden. Damit die Tiere ihrem Spieltrieb nachkommen können, werden ihnen Beschäftigungs-möglichkeiten geboten. Auch hier sichern die Kriterien der Initiative Tierwohl mehr Auswahl zu, zum Beispiel Stroh, Heu oder auch Picksteine. Insgesamt können sich die Tiere frei bewegen und artgerechte  Verhaltensweisen ausüben, etwa Sandbaden und Flügelschlagen. Futter- und Tränkeeinrichtungen sind so angebracht, dass die Tiere jederzeit Zugang zu Futter und Wasser haben. In dem  Futter, das die Hähnchen bekommen, ist unter anderem gentechnikfreies Soja enthalten.

Und der Einsatz von Antibiotika?

Sollten Tiere erkranken, müssen sie behandelt werden. Da man nicht jedes Tier einzeln auf Symptome untersuchen kann, muss der gesamte Bestand behandelt werden. Der Einsatz von Antibiotika erfolgt immer in Absprache mit einem Tierarzt unter Einhaltung der vorgegebenen Wartezeiten und nie prophylaktisch.

Kücken im Stall
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